Black Friday: Wie Sie sich durch Relevanz von der Konkurrenz abheben

Black Friday (Und Cyber Monday), ein Trend aus den USA, der mittlerweile globale Ausmaße angenommen hat. Die Kunden erhoffen sich das Schnäppchen des Jahres. Der Handel wiederum erhofft sich an diesem Wochenende einen enorm hohen Umsatz als Auftakt zum Weihnachtsgeschäft. Verbraucher gaben 2015 in den USA allein etwa 68 Milliarden Dollar aus. 

Die Marketinglandschaft ist jedoch im Wandel begriffen. Während man im letzten Jahrzehnt vor allem auf Loyalität gesetzt hat, findet derzeit eine Verschiebung in Richtung Relevanz statt. Gleichzeitig möchten aber weder die Kunden auf die Rabatte, noch die Händler auf den erhöhten Umsatz verzichten. Wir haben uns mit der Materie befasst und geben Ihnen fünf Tipps, wie Sie Ihren Kunden Relevanz und unschlagbare Angebote zugleich bieten können.

Wann ist Black Friday 2019?

Black Friday 2019 Black Friday ist am 29.11.2019. Entsprechend ist Cyber Monday am 02.12.2019.

To business!

Als Händler, ob online oder im Ladengeschäft, werden Sie nicht um Rabattaktionen herumkommen, wenn es um das große Black-Friday-Geschäft geht. Die Frage ist also weniger, ob Sie Produkte vergünstigt anbieten sollen, sondern vielmehr, wie Sie diese Angebote an Ihre Kunden bringen. Früher wäre das über Massenwerbung geschehen. Diese Methode kann funktionieren, allerdings zeigen Studien, dass Konsumenten unpersönliche Werbung meist ignorieren. Auch auf sozialen Medien geschaltete Anzeigen werden oft ignoriert oder via Adblocker gesperrt.

Nutzen Sie Daten

Ihre Kunden stellen Ihnen viele Daten zur Verfügung. Sie erwarten einen diskreten Umgang damit. Allerdings zeigen Studien, dass Konsumenten bereit sind, einem Unternehmen mehr persönliche Daten zu geben, wenn sie im Austausch einen persönlicheren Service und perfekt auf sie abgestimmte Angebote erhalten. Neben den persönlichen Daten, die beim Kontaktieren Ihrer Kunden helfen – eine persönliche Anrede kann schon einen großen Unterschied machen – können Sie das Einkaufverhalten nutzen. Reduzieren Sie bestimmte Produkte nur für Kunden, die sich bereits früher dafür interessiert haben. Seien Sie kreativ.

Bieten Sie mehr als “nur” ein Produkt

Stark reduzierte Produkte werden Sie in fast jedem Shop finden. Wollen Sie sich von der Konkurrenz abheben, haben Sie zwei Optionen: entweder, Sie reduzieren noch stärker als alle anderen. Das schmälert allerdings den Gewinn, und es zeigt sich, dass auch ein besonders günstiges Angebot keine langfristige Kundenbindung erzeugt. Die zweite Möglichkeit ist ungleich attraktiver: Bieten Sie einen Mehrwert, der dem Kunden weiterhilft. Das kann etwa eine Versicherung für ein neues Smartphone sein, die Sie dem Kunden für die ersten Monate schenken. Oder aber eine detaillierte Beratung zur Pflege und Verwendung des Produktes. Seien Sie kreativ. Der Lohn: der Mehrwert sorgt dafür, dass der Kunde sich wertgeschätzt fühlt und auch in Zukunft eher geneigt ist, bei Ihnen zu kaufen.

Holen Sie die Kunden rechtzeitig ab

Da Sie nun bereits Ihre Kundendaten nutzen und auch die passenden, maßgeschneiderten Angebote erstellen, müssen Ihre Kunden auch erfahren, dass es diese gibt. Wie wir oben bereits beschrieben haben, hat Massenwerbung viel ihrer früheren Wirkung eingebüßt. Das heißt nicht, dass Sie komplett auf solche Maßnahmen verzichten sollten, aber kombinieren Sie diese doch mit einem persönlicheren Ansatz. Informieren Sie Ihre Kunden per E-Mail oder besser noch per Textnachricht aufs Smartphone über Ihre exklusiven Angebote. Schicken Sie einen persönlichen Rabattcode, der am Black Friday wirksam wird. Und nicht vergessen: eine persönliche Anrede kann mitunter den ganzen Unterschied machen. Geben Sie sich dabei allerdings nicht zu informell, das wirkt unseriös. Und kombinieren Sie verschiedene Kanäle, um möglichst viele Kunden zu erreichen. Starten Sie Ihre Kampagne nicht zu früh – im März wird sich niemand dafür interessieren – aber legen Sie auch nicht erst am Donnerstag Abend los, dann erreichen Sie nicht mehr genug Kunden.

Segmentieren Sie den Tag

Wer nach vielversprechenden Marketingstrategien für Black Friday sucht, findet oft den Rat, bestimmte Angebote nur für eine Stunde anzubieten, und danach ein anderes. Das funktioniert vor allem im Online-Handel gut. Durch den Zeitdruck steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde eine spontane Kaufentscheidung trifft. Ob Sie die Angebote stündlich wechseln oder in von Ihnen gewählten Intervallen, ist natürlich Ihnen überlassen. Wie aber verknüpfen Sie diese Kurzangebote mit dem Thema Relevanz? Zum Einen können Sie Ihre Kunden gezielt auf die aktuellen (oder bevorstehenden) Deals hinweisen. Zweitens können Sie solche kurzen Angebote auf Ihre Kunden zuschneiden – und dann wiederum per Textnachricht darauf hinweisen.

Spielen Sie mit der Neugierde Ihrer Kunden

Ebenfalls ein Ratschlag, den man im Internet zum Thema häufig findet, ist, Rubbelkarten (oder eine Online-Variante davon) zu verwenden, weil nur wenige Leute dem Geheimnis widerstehen können. Diese Ideen kursieren aber schon länger und werden sicher von Vielen genutzt. Alternativ können Sie aber auch per Textnachricht Rabattcodes mit unterschiedlichen Werten – etwa von 15 bis 50% – verschicken, die Ihre Kunden einlösen können. Aber erst am Ende erfahren sie, wie viel Nachlass es jetzt gibt. Achten Sie nur darauf, dass die Rabatte nicht zu gering ausfallen, sodass Kunden mit einem kleineren Gewinn nicht frustriert sind. Ebenso können Sie Überraschungsgeschenke beim Checkout oder Mystery-Bundles anbieten.

Der Black-Friday-Umsatz kann beginnen

Relevant zu sein bedeutet, dem Kunden Mehrwert, persönliche Wertschätzung und ein Gefühl von Exklusivität zu geben. Sie können diese Ansätze nutzen, um sich von anderen Unternehmen abzuheben, nicht nur, aber auch und ganz besonders am Black Friday und Cyber Monday. Lassen Sie Ihre Kunden an diesem besonderen Tag wissen, dass er Ihnen wichtiger ist als das Geld, dass er bei Ihnen lässt – je persönlicher, desto besser. Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass er auch zukünftig bei Ihnen Kunde bleiben wird. Vielleicht schon im kurz danach beginnenden Weihnachtsgeschäft.

Markenrechtliches zum Thema Black Friday

In Deutschland ist der Begriff „Black Friday“ ist seit 2013 als Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen. Aktuell ist der Markeninhaber die Super Union Holdings Limited in Hongkong. Allerdings hat das DPMA die Löschung der Marke beschlossen. Gegen diesen Beschluss hat die Markeninhaberin Widerspruch eingelegt. Das Bundespatentgericht verhandelt seit Ende September 2019 über diesen Widerspruch. Aktuelle Prognosen erwarten eine zumindest teilweise Löschung der Marke, allerdings steht das Urteil noch aus (Stand 05.11.2019) – und auch nach einem Urteil besteht noch die Möglichkeit, den Streit in höhere Instanzen zu tragen. Experten berichten, dass die Eintragung des Begriffs als Wortmarke von vornherein aus missbräuchlicher Absicht geschah – und aufgrund der Allgemeingebräuchlichkeit des Begriffs gar nicht hätte passieren dürfen. 

Die Black Friday GmbH mit Sitz in Wien ist alleiniger Hauptlizenznehmer für die Wortmarke und verleiht Sublizenzen an Kunden. Allerdings sind diese häufig teuer. Wer den Begriff markenmäßig verwendet, ohne eine Sublizenz erworben zu haben, riskiert Abmahnungen, Berichten zufolge in Höhe von bis zu 4000 Euro. Auch wenn diese aufgrund des noch ausstehenden Urteils des BPatG dieses Jahr entfallen könnten, müssen wir daher von einer expliziten Verwendung des Begriffs in der Werbung abraten – allerdings ermöglichen alternative Formulierungen oder abgewandelte Schreibweisen, dies zu umgehen. 

Mit besten Grüßen
Ihr sms77 Team
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RCS wird wohl wieder komplizierter

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