Wieso steigt der SMS-Versand? – Eine Übersicht

2021 wurden offiziell mehr SMS versandt als im Vorjahr – was sind die Gründe?

Für Viele war es eine Überraschung: Der Jahresbericht 2021 der Bundesnetzagentur zeigt: im Jahr 2021 ist die Gesamtzahl der versandten SMS in Deutschland zum ersten Mal seit 2012 wieder gestiegen. 2020 wurden insgesamt rund 7 Milliarden SMS versendet, 2021 rund 7,8 Milliarden – also 0,8 Milliarden mehr als im Vorjahr. 

Bereits im letzten Jahr berichteten wir über den starken Anstieg der versandten SMS in Unternehmen. Jetzt ist der Trend also auch im gesamten SMS-Versand zu sehen.

Die naheliegende Frage ist: Wieso steigt der SMS-Versand? Und: Wird der SMS-Versand auch weiterhin ansteigen? Sehen wir uns die möglichen Gründe genauer an.

Wieso steigt der SMS-Versand? Die offizielle Vermutung

2021 wurden also 800 Millionen SMS mehr versendet als im Vorjahr. Die Bundesnetzagentur selbst vermutet:

Grund für die zunehmende SMS-Nutzung könnte unter anderem die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung sein, mit der sich Verbraucher zusätzlich zum normalen Passwort beispielsweise bei Bezahldiensten ausweisen können.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesnetzagentur, 2022

Keine Frage – Der Versand von 2FA Nachrichten und OTPs spielt mit Sicherheit eine tragende Rolle im Anstieg. Allein wird er aber für den Anstieg nicht verantwortlich sein. Wir schauen uns weitere mögliche Gründe für den vermehrten SMS-Versand an.

Bitte beachten

Wir versuchen, aufgrund von bekannten Daten Vermutungen anzustellen, wie viele SMS in welchen Bereichen im Jahr 2021 versandt wurden.
Da es zu diversen Aspekten keine belastbaren und zuverlässigen Zahlen gibt – beispielsweise zum Anteil von SMS-Nachrichten in der Zwei-Faktor-Authentifizierung – beruhen die Zahlen zum Teil auf Schätzungen.

Wir können also keinerlei Garantie dafür übernehmen, dass die Zahlen zutreffend sind. Dennoch geben Sie einen Einblick in die Größenordnung, in denen der Versand von SMS immer noch stattfindet.

Welche Rolle spielen SMS mit Testergebnissen?

Wenn uns als SMS Gateway Provider jemand gefragt hätte „Hey, wieso steigt der SMS-Versand?“, wäre unsere erste Vermutung nicht unbedingt der gestiegene Bedarf an 2FA SMS gewesen (auch wenn dies sehr realistisch ist, mehr dazu später).
Stattdessen sehen wir in unserem eigenen SMS Traffic einen anderen Zweck, zu dem SMS in den vergangenen zwei Jahren vermehrt genutzt wurden: Den Versand von Testergebnissen bei Coronatests. 

Selbst bei geringen Testaufkommen ist die Menge der versandten SMS mit Testergebnissen groß genug, um zumindest einen Teil des Anstiegs auszumachen.

Sehen wir uns Rechenbeispiele an.

Rechenbeispiel 1

Im April 2021 gab es in Deutschland mehr als 15.000 Teststellen (Quelle: Ärzte Zeitung online).

Wir haben keine genauen Angaben dazu, wie viele Teststellen tatsächlich SMS als Benachrichtigungen versenden, daher müssen wir schätzen. Wir halten unsere Schätzungen an dieser Stelle für sehr konservativ – vermutlich sind zumindest ein Teil der Zahlen höher als berechnet.

Nehmen wir an, dass zehn Prozent der Teststellen SMS an getestete Personen senden und dass jede Station zwanzig Personen pro Tag testet. In diesem Fall würden sie 30.0000 SMS am Tag versenden. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass nur an Werktagen (mindestens 303) getestet würde, wären das im Jahr 2021 9.090.000 SMS.

Rechenbeispiel 2

Nach Angaben der kassenärtztlichen Bundesvereinigung wurden in Deutschland im Zeitraum Juli bis Dezember 2021 211.858.798 Testskits abgerechnet. Gehen wir also davon aus, dass im gesamten Jahr 2021 423.717.596 Tests abgerechnet wurden.

Erhalten wiederum zehn Prozent der getesteten Personen eine SMS, wurden 2021 rund 42.371.759 SMS mit Testergebnissen versandt.

Selbst wenn nur in fünf Prozent der Fälle eine SMS versandt würde, würden immer noch 21.635.879 SMS versandt werden, die in den Vorjahren so nicht versandt wurden.

Rechenbeispiel 3

Im Juli 2021 veröffentlichten wir eine Fallstudie zu einem Corona-Testzentrum, das Testergebnisse via SMS versendete.

In diesem Beispiel sendeten sechs Teststationen im Durchschnitt 2489 SMS pro Tag, also rund 414 SMS pro Teststation und Tag. Gehen wir von 200 Nachrichten am Tag aus, falls andere Teststationen ein weniger starkes Testaufkommen hatten oder ausschließlich das Testergebnis via SMS versendeten und nicht – wie im Beispiel – auch eine Bestätigung des Testtermins. Außerdem gehen wir, wie in Rechenbeispiel 1, von 15.000 Teststationen aus.

Bei 303 Werktagen in 2021 können wir in diesem Fall bei zehn Prozent der Teststationen von mindestens 90.900.000 SMS ausgehen, die insgesamt versendet wurden.

Natürlich stellen sich gerade bei diesen Beispielrechnungen, bei denen die Zahlen teils recht weit auseinander liegen, Fragen:

  • Werden beispielsweise Teststationen lieber genutzt, wenn sie einen Versand von Testergebnissen via SMS anbieten und haben daher ein höheres Testaufkommen?
  • Wie realistisch sind die angesetzten zehn Prozent?
  • Wie viele Personen wurden tatsächlich durchschnittlich pro Tag und Station getestet?
  • Wie viele Teststationen gab es im Schnitt im Jahr 2021? Im Januar gab es sicher wesentlich weniger als 15.000, Ende des Jahres vielleicht mehr
  • In wie vielen Fällen wurde nicht nur das Testergebnis via SMS zugestellt, sondern auch eine Terminbestätigung?

Nichtsdestotrotz: Die Beispiele zeigen, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass auch Corona-Test-SMS zu berücksichtigen sind, wenn wir uns fragen „Wieso steigt der SMS-Versand?“.

Zusammenfassung:

Je nach Rechnung gehen wir davon aus, dass im Jahr 2021 grob zwischen 9.090.000 und 90.900.000 SMS als Testbenachrichtigung versandt wurden. Die große Spanne kommt zustande, weil wir aufgrund wenig verlässlicher Daten verschiedene Szenarien durchgerechnet haben.

Wir können aber sagen: Aufgrund des Aufkommens das wir allein auf unserer Plattform beobachten konnten, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass nur 9 Millionen Test-SMS versendet wurden. Es ist wahrscheinlicher, dass die tatsächliche Zahl noch über dem Ergebnis aus Rechenbeispiel 3 liegt.

Terminerinnerungen und andere Nachrichten an Patienten

In vielen Arztpraxen ist der Bedarf an effektiver Kommunikation ebenfalls gestiegen. Terminerinnerungen sind noch wichtiger geworden, weil erkrankte Personen unter Umständen vergessen, alle Termine abzusagen. Rückmeldungen zu Terminvergaben können ebenfalls via SMS versandt werden. Viele Arztpraxen setzen hier gerne SMS ein, weil sie nicht nur leicht in Praxissoftware zu integrieren sind, sondern auch fast alle Patienten gleich effektiv erreichen und dabei nicht aus Versehen im Spam-Ordner verloren gehen.

Gehen wir davon aus, dass nur 5% aller Arztpraxen in Deutschland 2021 SMS-Terminerinnerungen eingeführt haben (wir verlassen uns hier auf die Angabe aus dem Jahr 2019 zur Anzahl der Arztpraxen in Deutschland, weil wir zum Jahr 2021 nur widersprüchliche Angaben gefunden haben). Also: 2019 gab es laut statistischem Bundesamt 64.754 Arztpraxen in Deutschland.

5% sind in diesem Fall knapp 3238 Praxen. Rechnen wir auch wieder sehr konservativ und gehen von einer Praxis aus, die nur fünf Patienten am Tag behandelt, also nur 5 Terminerinnerungen am Tag via SMS verschickt, ausgehend von 303 Werktagen im Jahr.
In diesem Fall würden 4.905.570 SMS zusätzlich versandt werden.
Im gleichen Beispiel mit zehn Patienten sind es schon 9.811.140 zusätzliche SMS. In einigen Fällen bekommen Patienten allerdings nicht nur eine Erinnerung, sondern mehrere. Außerdem dürfte die Zahl der Arztpraxen in den Jahren 2020 und 2021 gestiegen sein.

Kurz: Vermutlich liegt die Zahl der versandten SMS höher als in unserem Beispiel.

Sie verstehen: Der Zuwachs an Terminerinnerungen via SMS mag ein kleiner Faktor sein, wenn wir die Frage „Wieso steigt der SMS-Versand“ beantworten wollen, aber er trägt trotzdem einen Teil dazu bei.

Wieso steigt der SMS-Versand? Haben Terminerinnerungen etwas damit zu tun?

Zusammenfassung:

Wir gehen davon aus, dass als Terminerinnerungen in Arztpraxen im Jahr 2021 mindestens 4.905.570 SMS mehr versandt wurden als im Vorjahr. Bei einer Patientenzahl von zehn pro Tag läge diese Zahl schon bei 9.811.140 zusätzlichen SMS, wenn nur eine SMS pro Patient und Termin versendet wird.

Mehr Online-Shopping

Trägt auch das Wachstum des Online-Handels dazu bei, dass in Deutschland mehr SMS versendet werden? Viele Unternehmen entscheiden sich dazu, ihren Kunden anzubieten, dass sie sich via SMS über den Bestell- und Versandstatus informieren lassen können. In einigen Fällen versenden auch Transportunternehmen selbst SMS an Kunden. Auch für interne Benachrichtigungen, etwa bei niedrigen Lagerbeständen werden in manchen Fällen SMS eingesetzt.

Während der Pandemie ist der Umsatz über das Internet in den Jahren 2020 und 2021 stärker gestiegen als erwartet (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft), es ist also zu vermuten, dass auch die Zahl der Bestellungen gestiegen ist. Sowohl bei der Authentifizierung neuer Accounts als auch bei diversen Bestellvorgängen spielen SMS eine Rolle – daher wird auch hier ein Anstieg der versandten SMS zu verzeichnen sein.

Wie viele SMS das in der Gesamtheit sind ist leider kaum zu berechnen – wir konnten keine belastbaren Daten zur Zahl der Bestellungen oder zur SMS-Nutzung finden. Nichtsdestotrotz können wir sagen, dass unser Service im eCommerce nach wie vor fleißig genutzt wird.

Zusammenfassung:

Ein Rechenbeispiel ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich. Der eCommerce wird eine Rolle im Anstieg des SMS-Versands spielen, wie groß diese ist, ist aber schwer abzuschätzen.

Der ungebetene Gast: Spam

Leider gibt es noch einen Faktor, der bei der Beantwortung der Frage „Wieso steigt der SMS-Versand“ zu berücksichtigen ist: Die Spam-SMS.

Laut der Nachrichtenseite Heise online berichtete die Deutschen Telekom, dass im Jahr 2021 nur von infizierten Geräten aus und nur im Telekom-Netz „[…] annähernd 100 Millionen Smishing-SMS verschickt […]“ wurden. (Quelle: Heise online). Vodafone habe von einer fünfstelligen Zahl im zweiten Halbjahr gesprochen, Telefónica habe keine Angaben gemacht (ebd.).

Wie viel mehr Smishing-SMS im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 genau versandt wurden ist unklar. Allerdings berichtete ntv in einem Artikel, diverse Polizeibehörden hätten im Frühjahr 2021 vor den Betrugs-SMS gewarnt. Außerdem sei der Vergleichswert vor einem Jahr deutlich niedriger gewesen (Quelle: ntv). Es scheint also ein ungewöhnlich hohes Aufkommen gegeben zu haben. 

Gehen wir für unsere Rechnung erst einmal von kleinen Zahlen aus: die 100.000.000 SMS, die die Telekom verzeichnet hat, hochgerechnet mindestens 20.000 SMS im Netz von Vodafone, wahrscheinlich mindestens genau so viele im Netz von Telefónica, die jeweils etwa ein Drittel des Marktanteils innehatten. Macht mindestens 100.040.000 SMS. Ist nur ein Drittel davon eine Steigerung zum Jahr 2020 sind das rund 33.346.666 SMS mehr im Jahr 2021. 

Nehmen wir allerdings an, dass in allen drei Netzen gleich viele Smishing-SMS versandt wurden, ist unsere Ausgangszahl 300.000.000. In diesem Fall wäre ein Drittel 100.000.000 SMS. 

Unklar ist auch: Wie hoch ist die Dunkelziffer? Was ist mit Spam-SMS die kein Smishing als Ziel haben? 

In jedem Fall wird deutlich: Die Spam-SMS als ungebetener Gast hat sehr wahrscheinlich ebenfalls zum Anstieg des SMS-Versands beigetragen. 

Zusammenfassung:

Spam-SMS und insbesondere Smishing-SMS haben leider ihren Anteil am Anstieg des SMS-Versands. Es ist wahrscheinlich, dass 2021 zwischen 33.346.666 und 100.000.000 Spam-SMS mehr versendet wurden als im Vorjahr.

Und zu guter Letzt: Zwei-Faktor-Authentifizierung

Vorweg: Die Zwei-Faktor Authentifizierung ist ein weit gefasstes Feld. Sie wird im Online Banking eingesetzt, aber auch in vielen anderen Szenarios, beispielsweise beim Registrieren oder Einloggen in bestimmte Accounts, aber auch für das Zurücksetzen von Passwörtern oder beim Versand oder Empfang sensibler Daten über bestimmte Plattformen.

Wirklich aussagekräftige Zahlen zur Nutzung von 2FA-SMS zu finden ist schwierig, also versuchen wir, uns realistische Zahlen abzuleiten.

2021 nutzten ca 50% aller Deutschen im Alter zwischen 16 und 74 Online Banking (ca 63.333.333), also grob 31.666.666 Personen (Quelle: Destatis). Da 2FA im Online Banking in der EU seit 2019 verpflichtend ist, entspricht dies wohl auch der Zahl der Nutzer, die 2FA im Online Banking nutzen.

An dieser Stelle müssen wir leider eine Vermutung anstellen, wie viel Prozent der 2FA Nachrichten via SMS versandt werden. Schätzen wir also einmal zehn Prozent: 3.166.666 Personen.

Empfangen all diese Personen zwei 2FA SMS im Monat für ihr Online-Banking, sind wir bei grob 75.999.998 SMS im Jahr.

Gut zu wissen

Sparkassen und Volksbanken schaffen 2022 das SMS-TAN-Verfahren nach und nach ab (Quelle: Handelsblatt).

Es ist aber davon auszugehen, dass ein Teil der Kunden 2021 noch SMS zu diesem Zweck erhalten hat.

Laut einer auf Statista zusammengefassten Umfrage nutzten im Jahr 2021 „[…] 49 Prozent […] der deutschen Internetnutzer eine Zwei-Faktor-Authentifizierung auch bei mindestens einem weiteren Online-Dienst […].“ (Quelle: Statista)

Gehen wir wieder von der Altersgruppe zwischen 16 und 74 aus, sind das 31.033.333 Personen. Auch hier gehen wir wieder von zehn Prozent SMS-Nutzung aus (3.103.333), die jeweils zwei SMS im Monat erhalten. Hier würden noch einmal 74.479.999 SMS im Jahr hinzukommen.

Nochmal: Wie genau diese Berechnungen sind, ist relativ schwer einzuschätzen, weil es keine verlässlichen und allgemein gültigen Zahlen zum SMS-Versand für 2FA gibt. Also beziehen wir uns auf Schätzungen. Bei einer so großen Zahl von Empfängern macht eine Abweichung von einem Prozent oder einer versandten SMS mehr im Durchschnitt aber schon eine relativ große Veränderung im Ergebnis aus.

Würden beispielsweise sowohl im Online Banking als auch im anderen Beispiel durchschnittlich eine SMS im Monat mehr empfangen werden, wäre die Gesamtsumme statt 150.479.997 SMS schon bei 225.719.964 SMS. 

Genau dieser Umstand spricht dafür, dass die Vermutung der Bundesnetzagentur realistisch ist. Schon ein relativ geringer individueller Zuwachs macht in der Masse einen großen Unterschied, wenn es um 2FA-SMS geht. 

Falls Sie sich jetzt fragen „Wieso steigt der SMS-Versand, wenn immer weniger SMS für die 2FA im Online Banking genutzt werden?“ – Zum einen werden viele Banken 2021 noch SMS-TAN genutzt haben, zum anderen steigen die Nutzerzahlen im Online Banking seit einigen Jahren. Auch die Nutzung von 2FA zu beruflichen Zwecken wird, nicht zuletzt wegen der vermehrten Arbeit im Homeoffice, in der Pandemie zugenommen haben.

Zusammenfassung:

Hier sind die Zahlen besonders schwer zu schätzen, weil schon kleine Abweichungen einen großen Unterschied im Endergebnis machen.
Am aussagekräftigsten dürfte sein, dass in unserem Beispiel nur eine zusätzlich empfangene SMS pro Person und Monat bedeutet, dass insgesamt 75.239.967 SMS im Jahr zusätzlich versendet werden würden (bei jeweils zehn Prozent 2FA-Nutzung via SMS bei Personen die Online-Banking nutzen und 2FA auch in anderen Bereichen empfangen).

Das bedeutet also: Wenn von 2020 auf 2021 sowohl die Zahl der Online-Banking-Nutzer als auch die allgemeine Nutzung von 2FA zugenommen hat, ist der Anteil der 2FA SMS im Anstieg des SMS-Versands als ziemlich hoch einzuschätzen – so wie es die Bundesnetzagentur auch tut.

Also: Wieso steigt der SMS-Versand? Die Masse macht’s

Die Antwort auf die Frage „Wieso steigt der SMS-Versand?“ ist also:

Kein Faktor ist ganz allein dafür verantwortlich, dass der SMS-Versand im vergangenen Jahr gestiegen ist. 

Aber: Die Vermutung der Bundesnetzagentur, dass zum Großteil 2FA-SMS für den Anstieg verantwortlich seien, ist realistisch, einfach aufgrund der Masse, die in diesem Anwendungsfall schnell zusammenkommt. Doch auch Testergebnisse und andere Benachrichtigungen via SMS werden ihren Teil zum Anstieg beigetragen haben.

An den Versandzahlen in den kommenden Jahren werden wir wahrscheinlich ablesen können, welchen Anteil die 2FA-Nachrichten tatsächlich am Anstieg haben. Da die Zahlen der COVID-Tests stark zurückgegangen sind, wird gleiches auch für den Versand der Testergebnisse via SMS gelten. Wir müssen hier allerdings auch im Hinterkopf behalten, dass gerade Finanzdienstleister ihre 2FA auf lange Sicht möglicherweise durch eigene Apps verifizieren lassen werden.

Allerdings ist in der A2P-Branche auch nach wie vor ein deutlicher Anstieg der versendeten SMS zu sehen. 

Wie sich der SMS-Versand in den kommenden Jahren weiterentwickelt, bleibt also abzuwarten.

 

Haben Sie Gedanken, Theorien oder andere Ideen zur Beantwortung der Frage „Wieso steigt der SMS-Versand“?

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Beste Grüße
Ihr sms77 Team

Headerbild von akinbostanci via iStock

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